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Landkreis Meißen
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17.11.2020 - Corona-Situation im Landkreis Meißen

Im Landkreis Meißen gibt es Stand heute 1.900 positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestete Personen. Von diesen befinden sich 756 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber gestern sind 91 neu infizierte Personen hinzugekommen.

Es sind zudem 1.295 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne zu verzeichnen. Der heutige Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt bei 208,3 und damit erstmals über 200.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 81 Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Meißen stationär aufgenommen. 14 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Da vier weitere Person verstorben sind, beläuft sich die Zahl insgesamt verstorbener Personen nun auf 50.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner und das Personal des Pflegeheims „Hirtenweg“ der MEISOP gGmbH in Coswig hat der Landkreis Meißen zwei Allgemeinverfügungen zur Quarantäne erlassen und heute auf der Website www.kreis-meissen.de unter Bekanntmachungen veröffentlicht. Die Allgemeinverfügungen treten morgen in Kraft.

Das Erstellen der Bescheide nimmt neben der Erfassung und Ermittlung der Indexfälle sowie der Nachverfolgung der Kontakte im Gesundheitsamt Meißen besonders viel Zeit in Anspruch. Eine Vielzahl an spezialisierten Teams arbeitet an unterschiedlichen Standorten im Landkreis an der Nachverfolgung der Infektionsketten. Sie werden nach wie vor unterstützt durch externe Kräfte, unter anderem von der Bundeswehr. In den kommenden Tagen sind Schulungen von weiterem Personal geplant.

Die stellvertretende Landrätin Janet Putz konnte im heutigen Krisenstab feststellen: „Wir können gegenwärtig die Nachverfolgung der Infektionen realisieren. Die Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist jedoch sehr hoch. Ich zolle daher allen, die in diese Arbeit eingebunden sind, hohen Respekt“.

Auch im Landkreis Meißen sind in Schulen und Horten positive Fälle und Ausfälle durch Quarantäne zu verzeichnen. „Unser großes Ziel ist es, Schulen und Kitas weiterhin offen zu halten“, so die stellvertretende Landrätin Janet Putz. „Das Gesundheitsamt ist in enger Abstimmung mit den jeweiligen Leitungen. Jeder Einzelfall wird geprüft und es wird genau analysiert, für wen Quarantänebescheide ausgestellt werden müssen. Daher kann die Regelung unter den jeweiligen Bedingungen immer anders ausfallen.“

Thema im Krisenstab waren auch Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht. Polizeihauptkommissar Raiko Riedel und der Dezernent für Verwaltung Manfred Engelhard berichteten von den Kontrollen in den Städten und Gemeinden des Landkreises vom Ende vergangener Woche. Dabei wurden keine Verfehlungen festgestellt, jedoch viele Hinweise gegeben und die Einwohnerinnen und Einwohner zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sensibilisiert.

Die Elblandkliniken stellen bei der Zahl stationärer Covid-19-Patienten eine Seitwärts-Bewegung fest. Vorstand Frank Ohi berichtete zudem, dass auch ein Patient, der nicht der Risikogruppe angehört und ehemals auf der Intensivstation behandelt werden musste, mittlerweile wieder in die Häuslichkeit entlassen werden konnte.

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