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Landkreis Meißen
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20.10.2020 - Corona-Situation im Landkreis Meißen

Teams zur Kontaktnachverfolgung werden personell weiter verstärkt

Der heutige Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt bei 39,0. Seit gestern sind 15 neuinfizierte Personen hinzugekommen. Damit sind im Landkreis Meißen bislang 486 Personen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden. Von diesen befinden sich 170 Personen gegenwärtig in behördlich angeordneter Quarantäne. Auch für 291 Kontaktpersonen von positiven Fällen besteht behördlich angeordnete Quarantäne. Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 14 Personen stationär aufgenommen, vier von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. 23 Personen sind insgesamt verstorben.

 

Die stellvertretende Landrätin Janet Putz sagte in der heutigen Sitzung des Krisenstabes im Landratsamt: „Unser Ziel ist es nach wie vor, die Infektionskurve abzuflachen und die Kontakte akribisch nachzuverfolgen“. Dabei werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sowie die bereits aus anderen Bereichen des Landratsamtes rekrutierten Kolleginnen und Kollegen nun durch sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesdirektion Sachsen und vier Personen des Technischen Hilfswerkes unterstützt. Sie erhalten heute die notwendige Schulung.

Ab Anfang November plant das Landratsamt Meißen den zusätzlichen Einsatz von Studierenden der Fachhochschule und Soldaten der Bundeswehr bei der Nachverfolgung der Kontakte und der Bearbeitung von Anfragen. Ziel ist es, auf zehn Teams zur Nachverfolgung aufzustocken und weitere Teams, die beispielsweise Hygienekonzepte prüfen oder Indexfälle aus anderen Landkreisen bearbeiten, personell zu verstärken.

„Wenn es notwendig wird, werden wir je nach Entwicklung zielgenaue Maßnahmen erlassen, ggf. nur für einzelne Hotspots. Bei diffuser Verteilung der Infektionsfälle sind jedoch auch entsprechend regional breiter geltende Regelungen nötig“, so Janet Putz. Beim derzeitigen Stand des Inzidenzwertes gilt nach wie vor die Allgemeinverfügung des Landkreises Meißen vom 12. Oktober 2020. Ob bis zum Erlass einer neuen Corona-Schutz-Verordnung durch den Freistaat Sachsen eine weitere Allgemeinverfügung des Landkreises notwendig wird, hängt von der weiteren Entwicklung der Fallzahlen in den kommenden Tagen ab.

Durch eine räumliche Umstrukturierung und weitere personelle Unterstützung können die Elblandkliniken am Standort Meißen voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zahl der Corona-Abstriche in ihrer Infektionsambulanz erhöhen. Zur Lage der Versorgung stationärer Patienten sagte Frank Ohi, Vorstand der Elblandkliniken: „Wir haben ein Konzept, um schnell weitere Kapazitäten für Corona-Patienten aufbauen zu können, wir behandeln aber auch alle anderen Fälle. Das erlassene Besuchsverbot für das Krankenhaus bleibt weiterhin bestehen.“

Im Bereich des Rettungsdienstes gibt es derzeit keine Probleme und auch Schutzausrüstung ist beim Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen ausreichend bevorratet. Zu Behinderten- und Altenpflegeeinrichtungen hält das Kreissozialamt Kontakt. Ziel ist es, die Werkstätten für Behinderte geöffnet zu halten. Auch in den Senioreneinrichtungen funktionieren die Konzepte zu den Besuchsregelungen gut.

Sorgen bereitet dem Krisenstab, die steigende Ignoranz gegenüber erlassenen Quarantänebescheiden. Hier soll verstärkt kontrolliert werden. „Kontrolle ist auch bei der Einhaltung der Hygienevorgaben auf Veranstaltungen wichtig, insbesondere durch den verantwortlichen Veranstalter selbst. Nur wenn sich alle auf Veranstaltungen, bei Familienfeiern und im Alltag an die Regeln halten, gelingt es uns, gut durch die Krise zu kommen, Kitas und Schulen offen zu halten sowie die Wirtschaft weiter arbeiten zu lassen“, sagte die stellvertretende Landrätin Janet Putz auch mit Blick auf die nicht mehr weit entfernte Weihnachtszeit.

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