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Landkreis Meißen
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Afrikanische Schweinepest - Aktuelle Informationen

Erster Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Sachsen

Schweinepest in Sachsen

Das Tier wurde im Rahmen einer Jagd am 27.10.2020 erlegt und hatte keine Krankheitssymptome. Das Wildschwein wurde routinemäßig auf ASP untersucht. 

Der Fundort liegt in der Nähe der polnischen Grenze in der Oberlausitz, Landkreis Görlitz.

In Polen gibt es seit 2014 ein aktives ASP-Geschehen, das sich in Richtung Westen ausgebreitet hat. Seit Januar waren bereits Fälle von ASP in unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland aufgetreten. Nachdem am 10. September 2020 ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein in Brandenburg bestätigt wurde, gab es – wie erwartet wurde – weitere Fälle. 

Wie zuvor schon in Brandenburg greifen nun die Vorgaben der Schweinepest-Verordnung. Die zuständige Behörde in Sachsen muss nun alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Dazu gehört, Zonen mit besonderen Schutzmaßnahmen auszuweisen. 


Monitoring von Wildschweinen auf Afrikanische Schweinepest (ASP) und Klassische Schweinepest (KSP)

Hinweise für Jagdausübungsberechtigte

Monitoring auf ASP und KSP

Gesund erlegte Wildschweine

ein rotes und ein graues Blutröhrchen (stichprobenartig)
bei ungenügender Menge an Blut zuerst oder ausschließlich das rote Blutröhrchen
Zum Probenbegleitschein und Antrag zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung zur Untersuchung von Schwarzwild 
Aufwandtentschädigung in Höhe von 10 Euro je Wildschwein bei auswertbarer Probe

 

Krank erlegte Wildschweine

ein rotes und ein graues Blutröhrchen
bei ungenügender Menge an Blut zuerst oder ausschließlich das rote Blutröhrchen
Zum Probenbegleitschein und Antrag zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung zur Untersuchung von Schwarzwild 
Entsorgung des Tierkörpers über die Tierkörperbeseitungungsanstalt (TBA) Lenz
Aufwandtentschädigung in Höhe von 30 Euro je Wildschwein

 

Verendet aufgefundene (Fallwild, Unfallwild) Wildschweine  

eine Tupferprobe
Zum Probenbegleitschein (Wichtig: Vermerk "Tupfer" im Feld "Beschreibung...", Nummer der Wildmarke auf Probenbegleitschein und Probengefäß notieren) und Antrag zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung zur Untersuchung von Schwarzwild 
Entsorgung des Tierkörpers über die TBA Lenz
Aufwandtentschädigung in Höhe von 30 Euro je Wildschwein

 

Das LÜVA Meißen ist beim Auffinden von Fallwild/Unfallwild sowie erlegten Stücken, die mit bloßem Auge erkennbare Krankheitserscheinungen zeigen („krank erlegt“), telefonisch oder per-E-Mail zu informieren.  

 

Detaillierte Hinweise zur Entnahme und zum Versand der Proben sowie der entsprechenden Dokumentation finden Sie hier.  


Afrikanische Schweinepest (ASP) | Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen (LDS)

Anzeigepflicht und Mitwirkung der Jagdausübungsberechtigten

An alle Jagdausübungsberechtigten des Landkreises Meißen

Afrikanische Schweinepest Meißen

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Bezug auf die Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) der Landesdirektion Sachsen vom 15. April 2020 wird für den Landkreis Meißen folgende Verfahrensweise festgelegt: 

 

zu Punkt 1 der Allgemeinverfügung:

Die Anzeige von verendet aufgefundenen (Fall-und Unfallwild) sowie krank erlegten Wildschweinen erfolgt unter Angabe der Geodaten am auf den Fund- bzw. Erlegetag folgenden Arbeitstag beim Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen.

 

zu Punkt 2 der Allgemeinverfügung:

Die Jagdausübungsberechtigten entnehmen bei o. a. Wildschweinen an Ort und Stelle sofort Proben. Dabei sind bei Unfall- und Fallwild Tupferproben und bei krank erlegten Wildschweinen Blutproben zu entnehmen. Die Tupfer und Blutprobenröhrchen mit den dazu gehörigen Probenbegleitscheinen sind im Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen erhältlich und werden am folgenden Arbeitstag dort abgegeben. Die Proben werden von dort zur Untersuchung an die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen weitergeleitet.

Die Tierkörper von verendet aufgefundenen oder krank erlegten Wildschweinen sind in der Tierkörperbeseitigungsantalt Lenz zu entsorgen.

Anschrift/Kontakt:

Staudaer Weg 1
OT Lenz
01561 Priestewitz

Telefon: 035249 735  0
Telefax: 035249 735 25
E-Mail: info@tba-sachsen.de

 

zu Punkt 3 der Allgemeinverfügung:

Für die Anzeige von verendet aufgefundenen (Fall- oder Unfallwild) oder krank erlegten Wildschweinen erhält der Jagdausübungsberechtigte auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30,00 EUR je Wildschwein.  Darüber hinaus erhält er für die Mitwirkung bei der sachgerechten Bergung des Tierkörpers und sicheren Zuführung zur unschädlichen Beseitigung durch die Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30,00 EUR je Wildschwein.

Der Jagdausübungsberechtigte auf Antrag für eine zur Untersuchung geeignete Probe von Fall- oder Unfallwild, sowie krank erlegten Wildschweinen eine Aufwandsentschädigung von 30 €.

 

Diese Verfahrensweise gilt ausschließlich vor einem bestätigten Fall von Afrikanischer Schweinepest im Freistaat Sachsen.

 

Besucheranschrift:

Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen

Remonteplatz 8

01558 Großenhain

 

Sprechzeiten:

Mo         7:30-12:00 Uhr

Di           7:30-12:00 Uhr u. 14:00-18:00 Uhr

Mi          Schließtag

Do          7:30-12:00 Uhr u. 14:00-17:00 Uhr

Fr           7:30-12:00 Uhr

Weitere Termine nach telefonischer Rücksprache unter 03522 303 3514.

 

gez. Klaue

Amtstierarzt


Übermittlung des Fundortes eines verendeten oder krank erlegten Wildschweines

Anleitung für Google-Maps unter Android-Geräten und iPhone oder iPad

Standort teilen

Öffnen Sie auf Ihrem Android-Smartphone oder -Tablet die App Google Maps.

  • Der blaue Punkt markiert Ihren aktuellen Standort.
  • Wenn Sie keinen blauen Punkt sehen, tippen Sie unten das Symbol Standort Standort.
  • Tippen Sie auf den blauen Punkt, bis sich das Info-Fenster öffnet.
  • Jetzt tippen Sie auf „Standort teilen" und wählen aus der Liste „E-Mail“ aus. Senden Sie die Koordinaten mit Ihrem Vor- und Zunamen, Anschrift und Telefonnummer an lueva@kreis-meissen.de.

Hinweis: Sie müssen mit ihrem Google-Konto angemeldet sein, um die Funktion "Standort teilen" nutzen zu können.

Falls Sie nicht angemeldet sind, können Sie sich die Koordinaten des Standortes anzeigen lassen, notieren und dann an das LÜVA übermitteln. 

  • Zoomen Sie auf den blauen Punkt.
  • Tippen Sie solange auf den blauen Punkt, bis er durch eine rote Fahne markiert ist.
  • Lesen Sie im Feld am oberen Kartenrand die Koordinaten ab, z.B. 51.298919, 13.538004 (Dezimalgrad, erster Wert = nördliche Breite, zweiter Wert = östliche Länge)

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SSG)

Afrikanische Schweinepest (ASP)

Erreichbarkeit des LÜVA Meißen

Telefon: 03522 303 3502

E-Mail: lueva@kreis-meissen.de

 

Außerhalb der Öffnungszeiten und in dringenden Fällen ist der Bereitschaftsdienst des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes über die Regionalleitstelle Dresden erreichbar.

Telefon: 0351 501 210 oder 112

Informationen des Friedrich-Löffler-Institutes (FLI)

Aktuelle Risikoeischätzung des Friedrich-Löffler-Institutes zum ASP-Eintrag nach Deutschland

durch illegale Verbringung/Entsorgung von kontaminiertem Material: hoch

durch kontaminiertes Material entlang des Fernstraßennetzes: hoch

durch Jagdtourismus/ Jagdtrophäen: mäßig

durch direkten Kontakt zwischen infizierten Wildschweinen: hoch

in der Nähe zu den betroffenen Gebieten in Belgien und Polen: hoch

Sprünge der ASP über größere Entfernungen (z.B. innerhalb Polens, nach Belgien, Ungarn, in die Tschechische Republik) verdeutlichen das bestehende Risiko einer Einschleppung nach Deutschland durch menschliches Handeln. Durch das Auftreten der Tierseuche  im Westen Polens ist allerdings auch das Risiko eines Eintrags nach Deutschland durch migrierende, infizierte Wildschweine nochmals deutlich gestiegen.